Ich wache auf, greife nach meinem Handy. Blicke auf das Display. Nichts. Kaum lege ich es wieder weg, bemerke ich, dass das Schäfchen fehlt. Ich möchte noch einmal versuchen zu schlafen – aber nicht, bevor es wieder da ist. Ganz nah bei mir. „Wo ist das Schäfchen, wo ist das Schäfchen?“, höre ich mich leise murmeln. Ich drehe und winde mich, schaue an meinem Kopfende, auf dem Boden, wieder auf dem Bett. Und da, es liegt ganz friedlich unter meiner Bettdecke versteckt.
Ich nehme es vorsichtig in die Hand, schaue es an. Es ist noch feucht, weil ich es gestern gewaschen hatte. Ich liebe es. Es ist nicht irgendein kleines Stoffschaf. Es ist ein winziger Halt. Etwas, das immer bei mir ist. Etwas, das mich nicht allein lässt und mich nicht verurteilt. Besonders den kommenden Tag werde ich es brauchen – und die dazugehörige Nacht.
Ich halte es etwas fester, werde ruhiger. Anschließend gebe ich ihm einen sanften Kuss und drücke es gegen mein Gesicht.
So lasse ich mich zur Seite fallen und schließe die Augen. Das kleine Stofftier immer noch an meine Wange gepresst.
Hoffentlich kann ich noch einmal einschlafen.