Wolkenkind

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Langsam.

Ich bewege mich fort. Einen Fuß vor den anderen. Schritt für Schritt. Nach Hause. Endlich nach Hause. Schon den ganzen Tag quält mich ein dumpfes Gefühl in der Magengegend. Drückend.

Ich merke schon gar nicht mehr, dass ich noch laufe. Geistig bin ich total abwesend. Ich setze immer noch einen Fuß vor den anderen. Automatisch. Ohne es zu registrieren. Der Schwindel begleitet mich schon seit Stunden. Ich werde ihn nicht mehr los. Im Gegenteil, verschlimmert sich. Verwirrend.

Mein Kopf schmerzt. Heute Morgen war es noch ein leichtes Drücken, jetzt ist es ein unangenehmes Pochen. Ich gehe weiter.

Langsam, um die Schwäche zu überlisten.

Langsam, damit das Auftreten auf den harten Boden nicht zu noch stärker pochenden Schläfen führt.

Langsam, damit der Schwindel kontrollierbar bleibt.

Langsam, damit mein Magen nicht noch unruhiger wird.

Langsam, weil ich nicht schneller kann. 

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Posted on Friday, July 15 2011.

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